Clavier e.V
Ein Verein stellt sich vor

- Hammerflügel von Érard 1840
Haben Sie schon einmal etwas von Henri (Heinrich) Pape gehört? Er stammte aus Sarstedt bei Hannover und war einer der wichtigsten Klavierbauer des frühen 19. Jahrhunderts: Nach Paris ausgewandert benutzte er als erster Filz als Beschichtung der Hammerköpfe und entwickelte so die entscheidenden Innovationen auf dem Weg vom frühen Hammerflügel zu unserem heutigen Konzertflügel. Sein Name für unser Clavier-Museum soll für die hohe Kunst des Klavierbaus werben.
Die Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover ist seit langem ein Begriff für Pianistenausbildung auf allerhöchstem Niveau. Viele internationale Preisträger sind unter unseren Studentinnen und Studenten, das hohe künstlerische Niveau unserer Pianistinnen und Pianisten strahlt weit in und über die Region hinaus.
Und eben dieses hohe Niveau haben wir um den Aspekt der historischen Klaviere erweitert.
Die Veränderungen der Clavier-Klänge - vom Cembalo bis zu unserem heutigen Konzertflügel - durchliefen seit Cristofori, dem Erfinder der ersten Hammerflügel-Mechanik, viele, höchst unterschiedliche Stufen; die Zentren dieser Entwicklung lagen in Wien, Paris und London. Bedeutende Klavierbauer sind in diesem Zusammenhang u. a. Silbermann, Zumpe, Stein, Walter, Streicher, Graf, Broadwood, Pape, Érard, Pleyel, Bösendorfer, Steinway, Bechstein und Blüthner.
Das Ziel unseres Vereins ist es, eben diese Entwicklung für die Studierenden der HMTMH und für das Publikum greifbar (im wahrsten Sinne des Wortes!) und hörbar zu machen. Wir haben in Hannover die einmalige Chance, eine große und bedeutende Sammlung von historischen Flügeln zu erwerben, die allesamt spielbar sind, sowohl im Unterricht als auch in Konzerten, und die übrigens auch für CD-Aufnahmen nutzbar sind. Die Instrumente sind nicht wie in den meisten Museen in ihrem meistens desolaten Zustand belassen und mit dem Hinweis „Do not touch“ versehen, nein, in unserem Museum soll es heißen „Please touch!“.
Inzwischen wurde der erste Grundstock für die Sammlung gelegt
- Clavichord nach Manuel Carmo, Porto 1796, Hersteller: Fa. Merzdorf ca. 1990
- Tafelklavier von Turnbull, London ca. 1790
- Tafelklavier von Dörner, Stuttgart ca. 1850
- Hammerflügel nach Anton Walter, Wien ca. 1795, Hersteller: Regier ca. 1995
- Hammerflügel nach Anton Walter, Wien ca. 1800, Hersteller: Robert Brown 2004
- Hammerflügel nach Nannette Streicher, Wien 1814, Hersteller: Michael Walker 2007
- Hammerflügel nach Anton Walter, Wien ca. 1795, Hersteller: Robert Brown 2004
- Hammerflügel nach Conrad Graf, Wien 1819, Hersteller: Paul McNulty 2001
- Hammerflügel von Mathias Müller, Wien ca. 1836, Restaurierung: Edwin Beunk 2008
- Hammerflügel von Érard, Paris ca. 1840, Restaurierung: Edwin Beunk 2010
- Hammerflügel von Johann Baptist Streicher, Wien 1857, Restaurierung: Edwin Beunk 2006
- Hammerflügel von Bösendorfer, Wien ca. 1895
- Hammerflügel von Érard, Paris ca. 1910
Mit diesen Instrumenten wurden bereits zahlreiche solistische und kammermusikalische Projekte erarbeitet und öffentlich vorgestellt.
Wir brauchen aber noch etwas: Mitglieder !
Und das sollen Sie sein. Bitte treten Sie unserem Verein bei und unterstützen Sie unsere Ziele: mit Ideen, mit Kontakten, mit Ihrem Mitgliedsbeitrag. Kontakte sind besonders wichtig, denn wir brauchen vor allem Geld, um die Sammlung zu erweitern, ihr einen Platz zu geben und sie lebendig zu halten.
Am Ende dieses langen Weges werden wir an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover einen einzigartigen Anschauungsunterricht in Sachen „historische Klaviere“ geben können. Dies wird für alle Studierenden, für die Lehrenden und nicht zuletzt für das Publikum ein außerordentlicher Gewinn sein.
Clavier e.V.
Zu Vorstandmitgliedern sind gewählt
Prof. Gerrit Zitterbart, Vorsitzender
Assen Boyadjiev, Schatzmeister
Prof. Zvi Meniker, Schriftführer
Der Mitgliedsbeitrag beträgt
- für Mitglieder jährlich 50€
- für Studentinnen und Studenten 25€
- für Firmen und Organisationen mindestens 100€
Ansprechpartner
Prof. Gerrit Zitterbart
Emmichplatz 1
30175 Hannover
Raum: 150E-Mail: Prof. Gerrit Zitterbart
http://www.gerrit-zitterbart.de
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Zuletzt bearbeitet: 15.11.2010
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