Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann

Susanne Rode-Breymann (* 1958 in Roydorf, heute Winsen/Luhe)
Präsidentin der Hochschule für Musik und Theater Hannover

Leiterin des Foschungszentrums Musik und Gender

I. Lebenslauf

  • Studium an der Musikhochschule Hamburg: Alte Musik mit Hauptfach Blockflöte (Diplom 1984) sowie Musikerziehung (SMP 1981); paralleles Studium an der Universität Hamburg: Musikwissenschaft, Kunstgeschichte sowie Literaturwissenschaft (Promotion 1988 mit einer Dissertation über Alban Berg und Karl Kraus)
  • 1977 bis 1989 Tätigkeit an der Musikschule Winsen/Luhe sowie Privatunterricht in Hamburg (Instrumentaler Einzelunterricht und Ensemblespiel: mit verschiedenen Schülerpreisen bei „Jugend musiziert“)
  • 1986 bis 1992 Volkshochschul-Dozentin für Musik- und Kunstgeschichte an den Volkshochschulen in Elmshorn, Fleestedt und Winsen/Luhe
  • 1988 bis 1996 wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Bayreuth (Forschungsinstitut für Musiktheater) und Bonn; 1989 Forschungsstipendium der Paul Sacher Stiftung in Basel über Anton Webern
  • seit 1991 80 (Kongress-)Vorträge in Augsburg, Berlin, Blankensee, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Freiburg, Halle, Hamburg, Hannover, Kloster Mariensee, Köln, Königstein, Leipzig, München, Oldenburg, Osnabrück, Salzburg, Siegen, Thurnau, Tokio, Wien, Wolfenbüttel (Herzog August Bibliothek), Woudschoten, Zürich
  • 1996 Habilitation an der Hochschule für Musik und Theater Hannover mit Schriften zum Musiktheater der Zwischenkriegsjahre (u.a. Die Wiener Staatsoper in den Zwischenkriegsjahren. Ihr Beitrag zum zeitgenössischen Musiktheater, Tutzing 1994); 1996 bis 1999 Hochschuldozentin an der HMTH
  • seit 1997 zahlreiche wissenschaftlich-künstlerische Kooperationsprojekte unter Mitwirkung von Promovierenden mit der Kammerphilharmonie Bremen, dem Feldkirch-Festival, der Oper Köln, der Oper Hannover, dem Mädchenchor Hannover, dem Knabenchor Hannover, den Niedersächsischen Musiktagen, der GEDOK Hannover und derzeit mit der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
  • seit 1998 umfangreiche Drittmitteleinwerbungen: Einwerbung von Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen-Stellen aus Ländermitteln, Einwerbung einer Maria Goeppert Mayer-Gastprofessur im SoSe 2006 (Prof. Dr. Mara Wade University of Illinois at Urbana Champaign), Einwerbung privater Drittmittel zur Finanzierung des Forschungszentrums Musik und Gender sowie eines begleitenden Forschungsprojektes, Einwerbung des  Strukturierten Promotionsprogramms „Erinnerung – Wahrnehmung – Bedeutung: Musikwissenschaft als Geisteswissenschaft“ gemeinsam mit den Universitäten Göttingen, Oldenburg und Osnabrück 2009-2012
  • 1999 bis 2004 Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Köln; dort Initiierung und Durchführung zahlreicher künstlerisch-wissenschaftlicher Projekte wie z.B. die Wiederaufführung von Giovanni Bononcinis Il ritorno di Giulio Cesare unter der Leitung von Konrad Junghänel
  • seit 2002 Veranstaltung von 10 internationalen und interdisziplinären Kongressen in Köln, Hannover (in Kooperation mit der Klosterkammer Hannover in den Klöstern Wennigsen, Wienhausen und Wülfinghausen), Lübeck und Wolfenbüttel (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)
  • 2003 Ablehnung eines Rufs an die Universität der Künste Berlin
  • 2004 Rufannahme auf eine Professur für Historische Musikwissenschaft mit einem Schwerpunkt in Gender Studies an die HMTH
  • 2006 Gründung des seitdem geleiteten Forschungszentrums Musik und Gender, das aus Drittmitteln der Mariann Steegmann Stiftung finanziert wird

II. Hochschultätigkeiten

  • langjährige Mitarbeit an Studiengangsentwicklungen (Studiengangsreform Magister Musikwissenschaft an der Universität Bonn; Modularisierung des Lehramtsstudiengangs an der Mhs Köln 2003/04; Studiengangsentwicklung und Akkreditierungsantrag Master Musikforschung und Musikvermittlung an der HMTH 2007/08; Begleitung verschiedener Akkreditierungsanträge im Zuge der Vizepräsidentschaft an der HMTH) 
  • umfangreiche Gremienerfahrung (langjähriges Senats- und Fachbereichsmitglied) sowie Tätigkeit als Vizepräsidentin, Prodekanin, Studiengangssprecherin, Gleichstellungsbeauftragte, bzw. Vorsitzende von Gleichstellungskommissionen während 21jähriger Hochschultätigkeit
  • langjährig Gutachterin für die Studienstiftung des Deutschen Volkes und andere Studienstiftungen sowie für den österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung; Gutachterin und Mitwirkende in 40 Berufungskommissionen für die Fächer Musikwissenschaft (Historische und Systematische Musikwissenschaft sowie Musikethnologie), Musikpädagogik, Musiktheorie, Neue Musik, Ensembleleitung, Kinder- und Jugendchorleitung und Blockflöte seit 1995
  • mehrere Jahre Mitglied im Bundesfachausschuss Musikpädagogik im Deutschen Musikrat und Sprecherin der Fachgruppe "Musikwissenschaft an Musikhochschulen" in der Gesellschaft für Musikforschung.

III. Forschung und Publikationen

Forschungsschwerpunkte: Musikgeschichte der Frühen Neuzeit und des 20. Jahrhunderts, Gender Studies, Musiktheaterforschung (Forschungsaufenthalte in Wien, Basel, Philadelphia); Betreuung von zahlreichen Dissertationen

Seit 1988 vier Bücher (eines davon im Druck), 2 umfangreiche Handbuchkapitel, eine Edition sowie 65 Aufsätze und 34 Lexikonartikel

1. Herausgeberschaften

  • 1988 bis 1992 Redakteurin in Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters
  • seit 2005 Fachherausgeberin Musik in der Enzyklopädie der Neuzeit
  • Herausgeberschaft von sieben Schriftenbänden in verschiedenen (mit-)begründeten Reihen

Einzelbände

  • Krankheiten großer Musiker und Musikerinnen: Reflexionen am Schnittpunkt von Musikwissenschaft und Medizin, hrsg. von Eckart Altenmüller und Susanne Rode-Breymann unter Mitarbeit von Anna Langenbruch, Hildesheim 2009 (Ligaturen 4) 200 Seiten
  • Musikort Kloster. Kulturelles Handeln von Frauen in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Susanne Rode-Breymann unter Mitarbeit von Katharina Talkner, Köln/Weimar/Wien 2009 (Musik-Kultur-Gender 6) 274 Seiten plus CD.
  • Orte der Musik. Kulturelles Handeln von Frauen in der Stadt, hrsg. von Susanne Rode-Breymann, Köln/Weimar/Wien 2007 (Musik-Kultur-Gender 3) 290 Seiten.
  • Krieg und Frieden in der Musik, hrsg. von Susanne Rode-Breymann, Hildesheim 2007 (Ligaturen 1) 204 Seiten.
  • Rheinische Sängerinnen des 20. Jahrhunderts. Eine Dokumentation in Wort und Ton, hrsg. von Thomas Synofzik und Susanne Rode-Breymann, Kassel 2003 (Beiträ¬ge zur Rheinischen Musikgeschichte 164) 276 Seiten.
    Reihen
  • Jahrbuch Musik und Gender, hrsg. vom Forschungszentrum Musik und Gender und der Fach¬gruppe Frauen- und Genderstudien in der GfM, Hildesheim: Georg Olms 2008 ff.
  • MusikOrte Niedersachsen, hrsg. von Susanne Rode-Breymann, Hannover: Wehrhahn 2008 ff. (bisher erschienen Bd. 1: Katharina Talkner: „horas mit andacht singen“. Das evangelische Stundengebet in den Calenberger Klöstern, 2008 und Bd. 2: Christoph Harer: Il Rosigniolo. Italiener in der hannoverschen Hofkapelle unter Herzog Johann Friedrich, 2008)
  • Ligaturen. Musikwissenschaftliches Jahrbuch der HMTH, hrsg. von Susanne Rode-Breymann und Stefan Weiss, Hildesheim: Olms, 2007 ff.
  • Musik – Kultur – Gender, hrsg. von Annette Kreutziger-Herr, Dorle Dracklé, Dagmar von Hoff, Susanne Regener, Susanne Rode-Breymann, Köln/Weimar/Wien: Böhlau, 2006 ff.

2. Auswahl von Schriften – nach Forschungsgebieten systematisiert

Schriften zur Frühen Neuzeit

  • Musiktheater eines Kaiserpaars. Wien 1677 bis 1705, Hildesheim 2010 [Druck in Vorbereitung].
  • Artikel „Musik“, in: Enzyklopädie der Neuzeit, Bd. 8, Stuttgart/Weimar 2008, Sp. 845-870.
  • Kapitel IV: Das 17. Jahrhundert, in: Musikalische Lyrik, Teil 1: Von der Antike bis zum 18. Jahrhundert, hrsg. von Hermann Danuser, Laaber 2004 (Handbuch der musikalischen Gattungen 8,1), S. 269-333.
  • In Charons Nachen. Die Unterweltszene in der Barockoper, in: Musik & Bildung 6/2000, S. 24-32.

 Schriften zu Raum und Ort

  • Musik in italienischen Frauenklöstern des 17. Jahrhunderts, in: Musikort Kloster. Kulturelles Handeln von Frauen in der Frühen Neuzeit, hrsg. von Susanne Rode-Breymann unter Mitarbeit von Katharina Talkner, Köln usw. 2009 (Musik – Kultur – Gender 6) S. 117-135.
  • Orte und Räume kulturellen Handelns von Frauen, in: History/Herstory. Alternative Musikgeschichten, hrsg. von Annette Kreutziger-Herr und Katrin Losleben, Köln usw. 2009 (Musik – Kultur – Gender 5) S. 186-197.
  • Raum – eine Kategorie musikalischer Gattungshistoriographie?, in: Gattungsgeschichte als Kulturgeschichte. Festschrift Arnfried Edler, hrsg. von Christine Siegert, Katharina Hottmann, Sabine Meine, Martin Loeser und Axel Fischer, Hildesheim 2008 (Ligaturen 3) S. 189-204.

Schriften zum Thema Gender Studies

  • Artikel „Gender Studies“ (gemeinsam mit Nina Noeske und Melanie Unseld), in: Musik in Geschichte und Gegenwart 2, Supplement, Kassel usw. 2008, Sp. 239-251.
  • „Allein ihr angenehmster zeit vertreib ist die music“. Musenhöfe: Zentren der Künste, Orte der Bildung, in: Musikpädagogik als Aufgabe. Festschrift zum 65. Ge¬burtstag von Siegmund Helms, hrsg. von Matthias Kruse und Reinhard Schneider, Kassel 2003 (Perspektiven zur Musikpädagogik und Musikwissenschaft 29) S. 321-333.
    Die bedrohliche Frau. Geschlechterkonstruktionen auf der Opernbühne um 1900, in: Frauen- und Männerbilder in der Musik. Festschrift Eva Rieger zum 60. Geburts¬tag, hrsg. von Freia Hoffmann, Jane Bowers und Ruth Heckmann, Oldenburg 2000, S. 81-94.
  •  Die Komponistin Alma Mahler-Werfel, Hannover 1999 (Prinzenstraße 10) 157 Seiten.
  •  Schriften zum Fach Musikwissenschaft und zu Fragen der Musikgeschichtsschreibung:
  • Krieg und Frieden. Ein musikwissenschaftliches Thema? Wege der Vermittlung von Musikhistorie, in: Krieg und Frieden in der Musik, hrsg. von Susanne Rode-Breymann, Hildesheim 2007 (Ligaturen 1) S. 3-22.
  • Il Ritorno di Giulio Cesare von Giovanni Bononcini. Ein Fallbeispiel zur Spezifik des Fachs Musikwissenschaft an Musikhochschulen, in: Bühnenklänge. Festschrift für Sieghart Döhring zum 65. Geburtstag, hrsg. von Thomas Betzwieser u.a., München 2005, S. 23-36. 
  • Über das Gefühl der Unzufriedenheit in der Disziplin. Thesen zum Veränderungsprozeß der Musikwissenschaft, in: Musik, Wissenschaft und ihre Vermittlung. Bericht über die Internationale Musikwissenschaftliche Tagung der Hochschule für Musik und Theater Hannover 2001, hrsg. von Arnfried Edler und Sabine Meine, Augsburg 2002 (Publikationen der Hochschule für Musik und Theater Hannover 12) S. 17-25.
  • „seine Sprache durch die fremde erweitern und vertiefen“, in: Diskussion Musikpädagogik, hrsg. vom Lugert Verlag in Verbindung mit Christoph Richter, 12, 4. Quartal 2001, S. 53-69.
  •  Schriften aus dem Habilitationsforschungsgebiet „Musiktheater der Zwischenkriegsjahre:
  • „Alte“ und „Neue“ Musikmetropolen. Wien und Berlin vor und nach 1918, in: Musikkultur in der Weimarer Republik, hrsg. von Wolfgang Rathert und Giselher Schubert, Mainz 2001 (Frankfurter Studien 8) S. 42-53.
  • „Im Interesse meiner hingebungsvollen Beziehungen zu Ihrem Werk“. Clemens Krauss als Strauss-Dirigent. Institutionengeschichtliche Überlegungen am Beispiel der Ägyptischen Helena, in: Richard-Strauss-Blätter, Heft 45, Juni 2001, S. 95-108.
  • Lothar Wallersteins Inszenierungen an der Wiener Staatsoper, in: Maske und Kothurn. Internationale Beiträge zur Theaterwissenschaft, 44. Jg. 2000, Heft 1-2, S. 27-59 [geschrieben 1992].
  • Die Wiener Staatsoper in den Zwischenkriegsjahren. Ihr Beitrag zum zeitgenössischen Musiktheater, Tutzing 1994, 485 Seiten.

Schriften zur Neuen Musik

  •  „aus dem Stoffe geborene Form“: Zum Entstehungsprozeß von Wolfgang von Schweinitz‘ Azione musicale Patmos, in: Komposition als Kommunikation. Zur Musik des 20. Jahrhunderts, hrsg. von Constantin Floros, Friedrich Geiger und Thomas Schäfer, Frank¬furt/Main 2000 (Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 17) S. 351-368.
  • Zwischen „Erinnerungsspuren“ und „latenter Anarchie“. Zu Rolf Riehms Berceuse für großes Orchester, in: Nähe und Distanz. Nachgedachte Musik der Gegenwart, hrsg. von Wolfgang Gratzer, Bd. 1, Hofheim 1996, S. 109-122.
  • „Beunruhigt euch nicht, Margarita. Alles ist richtig. Darauf ruht die Welt.“ Text- und Musikstruktur in York Höllers Oper Der Meister und Margarita, in: Gesammelte Vorträge des Salzburger Symposions 1991, hrsg. von Ulrich Müller u.a., Anif/Salzburg 1992 (Wort und Musik 15) S. 611-620.

Dissertation und Schriften aus der Postdoc-Phase zur „Zweiten Wiener Schule“:

  • Karl Kraus und die Instanz der Sprache, in: Die Lehre von der musikalischen Aufführung in der Wiener Schule. Verhandlungen des Internationalen Colloquiums Wien 1995, hrsg. von Markus Grassl und Reinhard Kapp, Wien 2002 (Wiener Veröffentlichungen zur Musikgeschichte 3) S. 7-19.
  • „Gegen die Operettenschande der Gegenwart“. Anmerkungen zu den Offenbach-Vorlesungen von Karl Kraus, in: Offenbach und die Schauplätze seines Musiktheaters, hrsg. von Rainer Franke, Laaber 1999 (Thurnauer Schriften zum Musiktheater 17) S. 85-94; Wiederabdruck in: Jacques Offenbach und seine Zeit, hrsg. von Elisabeth Schmierer, Laaber 2009, S. 249-260.
  • Anton Webern and Karl Kraus, in: Sprachen und Kultur, hrsg. vom Institut für Sprachen und Kultur der Meiji Gakuin Universität Tokio, 1998 (Deutsche Kultur zwischen den beiden Kriegen. Berichte über das Internationale Symposium Anton Webern zu seinem 50. Todesjahr, Tokio 1995) S. 51-81.
  • „... gathering the divine from the earthly ...“ Ferdinand Avenarius and his significance for Anton Webern's early settings of lyric poetry, in: Webern Studies, hrsg. von Kathryn Bailey, Cambridge 1996, S. 1-31.
  • Aus der Sphäre der Unterhaltungsmusik. Alban Bergs Konzertarie Der Wein, in: Musiktheorie 10: 1995, S. 37-56.
  • Alban Berg und Karl Kraus. Zur geistigen Biographie des Komponisten der „Lulu“, Frankfurt/Main usw. 1988, 489 Seiten.
 

Vortrag "Überlegungen zur Zukunft der HMT Hannover"

Interview mit Prof. Dr. Rode-Breymann im Rahmen der Sendung "Musikland Niedersachsen"

Flash ist Pflicht!
Interview von Rudolf Krieger | 4. Juni 2010

Interview bei NDR Kultur "Das Gespräch"

Flash ist Pflicht!
Interview von Frederike Westerhaus| 12. Juni 2010

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Zuletzt bearbeitet: 06.07.2010

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