Prof. Markus Schäfer

Tenor

Markus Schäfer ist bemüht, stets seine Vielseitigkeit Oper/Konzert/Lied in ausgewogener weise zu bewahren und neben dem Klassischen Repertoire ebenfalls regelmäßig zeitgenössische Werke aufzuführen sowie gleichermaßen mit modernen Symphonie-Orchestern als auch mit internationalen „Barock“ Ensembles Werke aus den verschiedensten Epochen aufzuführen.

Er möchte sich nicht gerne auf ein einziges Genre oder auch ein einziges Stimmfach festlegen. In seiner Karriere sang und singt er sowohl komische Rollen als auch lyrische; seine Wandlungsfähigkeit befähigt ihn sowohl italienisches Repertoire, beispielsweise Rossini oder Donizetti - Opern, wie auch das deutsche Mozartfach bis hin zu Dramatischem wie z.B. Beethoven’s  „Neunte“, aber auch ins französische „Haute Contre“ Fach zu wechseln, um Werke von Rameau zu singen. Er singt Bachkantaten und Evangelisten Partien mit barocken Ensembles gleichermaßen mit modernen Orchestern, singt Lieder von Mozart und Schubert mit Hammerflügelbegleitung und ebenfalls Lieder von Reger, Killmayer oder Rihm in Begleitung moderner Konzertflügel.

Er liebt und pflegt den Ensemble-Gesang und übernimmt in verschiedenen Ensembles wie z.B. „Liedertafel“ oder „Schubert hoch 4“ die obere Tenorstimme.

Das Lied sowie das Unterrichten sind mehr und mehr zum Zentrum seines Schaffens geworden.

 

Eine Biografie

Der Tenor studierte Gesang und Kirchenmusik in Karlsruhe und Düsseldorf (Gesang bei Armand Mc Lane) und war Wettbewerbsgewinner in Berlin (Bundeswettbewerb Gesang) und Mailand (Caruso-Wettbewerb). Er besuchte das Opernstudio in Zürich und gab sein Debüt am dortigen Opernhaus, wo er sein erstes Engagement erhielt.

Es folgten die Hamburger Staatsoper und die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er bis 1993 fest engagiert war. Seitdem führen  ihn Gastspiele und Konzertreisen zu vielen renommierten Opernhäusern und Festivals.

Dabei tritt er oft in Mozartpartien wie Ferrando, Ottavio oder Tamino auf, die er unter anderem  an den Staatsopern in Berlin und München sang. Bevorzugt singt er auch Bach’s Evangelistenpartien, mit denen er bei den Bachfestivals in Ansbach, Leipzig und Luzern auftrat.

Unter den vielen Dirigenten, mit denen er seither zusammenarbeitete, sind Namen wie René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Franz Brüggen, Paul Mc Creesh, Nicolaus Harnoncourt, Herreweghe, Koopman, Martin Haselböck, Michael Gielen, Stephan Soltesz, Kent Nagano, Fabio Luisi, Herbert Blomstedt u.a. zu nennen. 

Seine Arbeit wird dabei durch zahlreiche CD Produktionen und Rundfunkaufnahmen dokumentiert.

Herausragende Einspielungen gelangen unter anderem mit „Cosi fan tutte“ unter S. Kuijken mit dem Orchester „La petite bande“, sowie mit der „Matthäus-Passion“ unter Harnoncourt mit dem „Concentus musicus“, die mit dem Grammy gekürt wurde.

Als Liedinterpret feierte er Erfolge in Wien, bei den „Schubertiaden“ Feldkirch und Schwarzenberg sowie in New York, wo er zusammen mit dem Pianisten Hartmut Höll mit Werken von Schubert und Schumann auftrat.<//font>

Beim „Heidelberger Frühling“ trat er diesjährig mit Vertonungen nach Heinrich Heine auf (Schumann, Püttlingen, Killmayer, Schubert, Liszt und andere Komponisten.

In Salzburg (Osterfestspiele 2008) sang er Schubert`s „Es Dur Messe“ unter Charles Mackerras, sowie Henze`s „Kammermusik 58“ für Tenor und Ensemble zusammen mit dem „Sharoun Ensemble".

 

Aktuelle Auftritte:
2010 Musikfestivals:

MDR Musiksommer (Davidde Penitente/Mozart); Rheingau Festival (Bach Kantaten); Rhein Vokal (Schöne Müllerin); Eklat Festival Stuttgart: Trakl Vertonungen von Killmayer.
Dresden Philharmonie: „Die Schöpfung“/Haydn unter de Burgos; ); Tourneen mit dem „Orchester des 19. Jahrhunderts“ (Johannes Passion unter Frans Bruggen) sowie mit „Anima Eterna“ unter Jos van Immerseel mit Beethoven 9. Symphonie und diversen Haydn Messen.

 

Markus Schäfer wird 2010 an verschiedenen Lied Gesamteinspielungen mitarbeiten:
Peter Cornelius; Franz Liszt sowie Arnold Schönberg Gesamteditionen sowie
für den BR die „Michelangelo Sonnets“ von Britten.

 

Auf der Opernbühne sang er aktuell im Theater an der Wien in „Il mondo della luna“ von Joseph Haydn unter der Leitung von Harnoncourt.
 
Neue CDs erschienen: (Auszug aus den letzten Jahren)
Weltliche Bachkantaten: „Angenehmes Wiederau“ u.a.(BWV 30a u. 207) unter Leitung von Gustav Leonhardt
"Der Streit zwischen Phoebus und Pan“ mit Schäfer in der Rolle des „Midas“ (mit Hans-Jörg Albrecht /Münchner Bachchor) ; Mozarts Singspiel: „Zaide“ in einer neuen, ergänzten Fassung mit der Wiener Akademie unter M. Haselböck für CPO
Beethoven: Alle Symphonien unter Jos v. Immerseel mit dem Orchester „anima aeterna“
 

Neue Solo- CDs:
J.S. Bach: Solo- Kantaten für Tenor BWV 55 u.a. (NAXOS)
Franz Schubert: Lieder nach Körner, Schlegel, Rückert u.a. (ebenfalls bei Naxos).
Sigfried Karg-Elert: Lieder (NCA)
Max Reger:  Lieder (ebenfalls NCA)
Sämtliche Schubertensembles für die Schubert- Naxos-Edition mit Ulrich Eisenlohr (Klavier); Mendelssohn: „Elias“ /Sony classics

 

 

 

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Zuletzt bearbeitet: 03.02.2010

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