Der Faktor Zeit

In welcher Zeit spielt die Oper?

Der Stil der Kostüme orientiert sich etwas an die Zeit der Entstehung, also die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts, bezieht aber auch assoziativ das Heute mit ein. Wir fühlen uns in dieser doch mehr surrealen Traumwelt stilistisch etwas ungebunden.

Eine andere Frage ist die des Zeitverlaufs in dieser Oper. Die Regieangaben weisen auf verschiedene Jahreszeiten hin, in denen sich das Fuchsleben abspielt.

Wenn der Förster am Schluss der Oper den liebesmüden Lehrer tröstet, sagt er: „Wie lang ist es her, dass wir unsre Streiche machten“ - so ein bisschen aus der Perspektive des alten Mannes, der sich an seine frühere Jugend erinnert. Da habe ich dann gemerkt, dass der Faktor Zeit eine übergeordnete Rolle spielt.

Also nicht nur ein Fuchsleben, sondern ein ganzes menschliches Leben könnte sich im Verlauf der Oper in den Figuren spiegeln. Der Förster ist zu Beginn ein junger kräftiger Mann und hat am Ende dann, wenn er den großen Monolog hält, graue Haare und das Leben mehr oder weniger hinter sich.

Angesichts der Ewigkeit, von der da die Rede ist, zerrinnt unsere Vorstellung von Lebenszeit ins Unendliche.

 

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Zuletzt bearbeitet: 08.02.2008

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