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Montag, 14.06.2010 09:27 - Alter: 12 Jahre

Die Gewinner des 1. C. Bechstein Wettbewerbs Hannover stehen fest

Die Pianistin Veronika Kopjova gewann am Samstag, 12.6.2010, beim 1. C. Bechstein Wettbewerb für Studierende der Klavierklassen der Hochschule für Musik und Theater Hannover den ersten Preis sowie den Sonderpreis des Choriner Musiksommers. Mit dem zweiten Preis wurde Jae-Won Cheung ausgezeichnet. Den dritten Preis verlieh die hochkarätige Jury an Maxim Böckelmann.

Dass die Hochschule für Musik und Theater in Hannover die erfolgreichste deutsche Ausbildungsstätte für junge Pianisten ist, hatte die C. Bechstein Pianofortefabrik zum Anlass genommen, einen eigenen Wettbewerb nur für diese Hochschule ins Leben zu rufen. Zwölf Kandidaten traten in der ersten Runde mit einem 20-minütigen Programm an, sechs davon erreichten die zweite Runde, in der sie ein 40-minütiges Programm vortragen mussten. Veronika Kopjova, Schülerin von Professorin Beatrice Berthold, setzte sich u.a. dank ihrer ausdrucksstarken Interpretation von Prokofjews achter Sonate durch. Die 1984 in Litauen geborene Pianistin hinterließ zudem in beiden Runden den überzeugendsten Gesamteindruck. Beim Preisträgerkonzert glänzte sie mit Werken von Granados und Messiaen sowie der sanglich-differenziert vorgetragenen „Danse bohémienne“ von Claude Debussy, dem Pflichtstück der ersten Runde.

Ja-Won Cheung, Schülerin von Professor Matti Raekallio, brachte den farbenreichen und dynamisch weiten C. Bechstein Konzertflügel D 282 beim abendlichen Konzert mit Ravels „Gaspard de la Nuit“ zum Funkeln, die Koreanerin begeisterte zudem mit der rhythmisch komplexen zehnten Etüde, dem „Zauberlehrling“ von György Ligeti. Die manuelle Leichtigkeit, mit der sie die technisch höchst anspruchsvollen Werke spielte, begeisterte Publikum wie Jury.

Maxim Böckelmann, 21-jähriger Student von Professor Roland Krüger, interpretierte u.a. mit großer musikalischer Dringlichkeit Johannes Brahms’ fis-Moll-Sonate op. 2. Böckelmann ist ein höchst intelligenter Musiker, der musikalische Meisterwerke in ihrer ganzen Tiefgründigkeit darzustellen weiß.

Zu gewinnen gab es bei diesem C. Bechstein Wettbewerb Konzertengagements für den ersten und zweiten Preisträger, die mit 1.500 bzw. 1.000 Euro dotiert sind, sowie 500 Euro für den dritten Preisträger. Als Sonderpreis war zudem ein Engagement für ein Konzert mit der Nordwestdeutschen Philharmonie und dem Dirigenten Frank Beermann beim Choriner Musiksommer ausgelobt, das mit 1.000 Euro dotiert ist.

Die hochkarätige Jury unter dem Vorsitz von Gregor Willmes (Kulturmanager der C. Bechstein Pianofortefabrik AG) bestand aus Prof. Konrad Elser (Musikhochschule Lübeck), Enrico Fischer (Konzertdirektion Schmid), Ingo Harden (Musikpublizist), Prof. Galina Iwanzowa (Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin) und der renommierten Pianistin Ewa Kupiec.