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Freitag, 09.06.2017 13:11 - Alter: 5 Jahre

Knapp 22 Millionen für Gebäudesanierung am Emmichplatz

HMTMH saniert Betonfassade und ehemalige Tanzsäle dank Bereitstellung von Landesmitteln

 

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover erhält 21, 7 Millionen für die dringend benötigte Sanierung der Betonfassade und der ehemaligen Tanzsäle am und im Hauptgebäude Emmichplatz. Möglich wird dies durch das am 9. Juni 2017 bekanntgegebene „Sondervermögen zur Nachholung von Investitionen bei den Hochschulen in staatlicher Verantwortung“ durch das Land Niedersachsen.

„Das Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig. Wir freuen uns sehr, dass nun der Grundstein für die Erhaltung des denkmalgeschützen Haupthauses der Hochschule gelegt wurde. Eine international glänzend aufgestellte Institution wie die HMTMH verdient eine Infrastruktur, die dies auch widerspiegelt,“ betont Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der Hochschule.

Im Fokus steht die Instandsetzung der in den vergangenen Jahrzehnten witterungsbedingt geschädigten Außenfassade – eine Kombination zwischen einem eigens für dieses Gebäude eingefärbten Kalksandstein und einem schalungsrau hergestellten Sichtbeton –,  die inzwischen im Bereich Sichtbeton stellenweise porös ist und so Feuchtigkeit aufnimmt. Darüber hinaus sollen mit den Landesmitteln die seit 2001 nicht mehr benötigen Säle der ehemaligen Tanzsparte für musikalische Proben-und Konzertnutzung optimiert werden. Jann Bruns, Hauptberuflicher Vizepräsident der HMTMH, erläutert: „Die Fassade steht an erster Stelle. Für die konkrete Bauplanung ist eine  Probesanierung des Betons nötig. Erst dann können verlässliche Prognosen über zeitlichen Aufwand, Umfang und Methode erstellt werden.“ Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten mehrere Jahre in Anspruch nehmen werden, da der Baubetrieb nur außerhalb der Semesterzeiten stattfinden kann.

Im November 1973 wurde das damals eigens für die Hochschule errichtete Sichtbeton-Gebäude an der Spitze des Hannoverschen Stadtwaldes Eilenriede  nach mehrjähriger Planungs- und Bauzeit bezogen. Der Architekt war Prof. Rolf Ramcke. Das Gebäude wurde medial gefeiert als ein Glanzpunkt in der deutschen Musikhochschul-Architektur: Die „Ohrmuschel“ oder das „Schneckenhaus“ (Namen, die dem Grundriss des Gebäudes geschuldet sind) soll „die Musik von den umliegenden Gebäuden abschirmen und den Künstlerinnen und Künstlern Raum zur Entfaltung“ geben, liest man in den Tageszeitungen aus dem Jahr 1973.

Weitere Informationen zum „Sondervermögen zur Nachholung von Investitionen bei den Hochschulen in staatlicher Verantwortung": Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen