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Freitag, 09.03.2018 15:13 - Alter: 102 Tage

Debussy-Briefe auf Deutsch publiziert

Im März 2018 ist "Claude Debussy. Briefe an seine Verleger", übersetzt und herausgegeben von HMTMH-Klavierprofessor Bernd Goetzke, im Georg OLMS-Verlag  erschienen. Das Werk ist die erste deutsche Übersetzung von annährend 500 Briefen, die die Korrespondenz des französischen Komponisten mit seinen Verlegern dokumentieren, allen voran Jacques Durand. Goetzke bezeichnet diese Briefsammlung als „Variante einer Autobiographie“, denn die Korrespondenz berührt alle Lebensbereiche, weit über das Berufliche hinaus. Man lernt Debussy hier kennen als Komponisten, Freund, Lebensgefährten, Familienvater, Denker, kritischen Kommentator und Zeitzeugen jener äußerst dynamischen Epoche zwischen Fin de siècle und Erstem Weltkrieg und auch als scharfsinnigen Meister des Wortes. Der hier übersetzte Briefwechsel umfasst 25 Jahre, beleuchtet u.a. den musikalischen Selbstfindungsprozess Debussys, den Wandel vom Wagner-Verehrer zum brennenden „musicien français“ und den Verlauf eines wechselvollen, nicht selten dramatischen Lebens. Weitere Briefe aus privater Korrespondenz sowie Auszüge aus Jacques Durands eigenen Erinnerungen (Quelques souvenirs d’un éditeur de musique 1924/25), soweit sie Debussy betreffen, ergänzen die Ausgabe. Kommentare erläutern Hintergründe und Zusammenhänge. Die Übersetzung basiert auf der kommentierten französischen Ausgabe der kompletten Korrespondenz Debussys von François Lesure, Denis Herlin und Georges Liébert (Claude Debussy – Correspondance 1872-1918, Gallimard 2005).