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Donnerstag, 23.09.2021 10:30 - Alter: 27 Tage

Lars Vogt gewinnt OPUS Klassik

Für seine Einspielung von Janáček-Werken ist Lars Vogt, Professor für Klavier, mit dem OPUS Klassik 2021 in der Kategorie „Solistische Einspielung Instrument (Klavier)“ ausgezeichnet worden. Auch die HMTMH-Alumni Mario Häring (Klavier) und Helen Dabringhaus (Flöte) wirkten an preisgekrönten Produktionen mit. Die ersten Trophäen werden bereits heute beim Reeperbahnfestival in Hamburg überreicht: Auf der Bühne steht dann auch der Violinist Niklas Liepe, der seine Laufbahn als Frühstudent bei Prof. Krzysztof Wegrzyn am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) begann und später u. a. Kammermusik bei Prof. Oliver Wille studierte.

Herzlichen Glückwunsch!

In Summe zeichnete die Jury in diesem Jahr 47 Preisträger*innen in 25 Kategorien für außerordentliche musikalische Leistungen im Bereich Klassik aus. Lars Vogt erhält die begehrte Auszeichnung für seine Produktion „Janácek: Sonate für Klavier‚ Sonate von der Straße 1.10.1905; Im Nebel; Auf verwachsenem Pfade“ beim Label Ondine.

Mario Häring, der sein Master-Studium an der HMTMH 2017 mit Bestnote abschloss, wurde Preisträger in der Kategorie „Klassik Ohne Grenzen“. Auf dem Album „Røta“ (dt. = Wurzeln) begleiten der Schüler von Prof. Lars Vogt und Prof. Karl-Heinz Kämmerling sowie der Cellist Benedict Kloeckner die Violinistin Ragnhild Hemsing. Das Trio präsentiert neben Werken bekannter norwegischer Komponisten wie Grieg und Halvorsen auch verschiedene Volksmelodien für Hardangerfiedel.

Helen Dabringhaus studierte von 2014 bis 2016 im Master-Studiengang Künstlerische Ausbildung bei Prof. Marina Piccinini und schloss diesen mit Bestnote ab. Ihre Ersteinspielung des Flötentrios von Christian Heinrich Rinck zusammen mit dem Trio Parnassus auf Super Audio CD wurde als „Innovative Audioproduktion des Jahres“ gekürt.

Der „Videoclip des Jahres“ heißt GoldBergHain (Quodlibet on „Kraut und Rüben haben mich vertrieben“) und „verankert klassische Musik im sozialen Mainstream unseres Alltags“: Zu sehen ist Niklas Liepe, wie er mit seiner Geige über eine Alpaka-Farm streift. Die Audioaufnahme dazu entstammt dem Album GoldbergReflections, das er mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Jamie Phillips für Sony Classical eingespielt hat.

Die Preisverleihung findet am Wochenende vom 9./10. Oktober 2021 in Form eines Kammerkonzerts in der Villa Elisabeth (u. a. mit einem Auftritt von Helen Dabringhaus, Stream unter https://www.opusklassik.de/) sowie eines Orchesterkonzerts im Konzerthaus Berlin statt. Es dirigiert der gebürtige Hannoveraner Cornelius Meister, der an der HMTMH bei Konrad Meister, Martin Brauß und Eiji Oue Klavier und Dirigieren studierte und heute Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart ist. Das ZDF überträgt die festliche Gala ab 22:15 Uhr.

Über den OPUS Klassik 2021

Für den OPUS Klassik 2021 waren fast 600 Künstler*innen und Produktionen nominiert. Zur Einreichung qualifiziert waren alle im deutschen Tonträgerhandel verfügbaren Tonträgerveröffentlichungen im Zeitraum 1. März 2020 bis 31. März 2021. Daneben wurden Preise verliehen, die an Projekte, Kompositionen, innovative Live-Formate oder außergewöhnliche Leistungen oder Verdienste geknüpft sind.

„Die Rekordzahl und die hervorragende Qualität der Nominierungen […] illustrieren, wie leidenschaftlich und kreativ die Künstlerinnen und Künstler in einem Jahr voller Entbehrungen und Herausforderungen waren", erklärte Clemens Trautmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins zur Förderung der klassischen Musik, der den Musikpreis seit 2018 auflegt. Zuvor war 25 Jahre lang der Echo Klassik vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) verliehen worden.