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Freitag, 01.10.2010 10:02 - Alter: 13 Jahre

Zehn Jahre Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF) an der HMTMH

22. und 23. Oktober 2010: Symposium „Bildung und Begabung“ / 22. Oktober 2010: Jubiläumskonzert

Die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover feiert „Zehn Jahre Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF)“. Zum Symposium „Bildung und Begabung –  musikalische Spitzenförderung zwischen Autonomie und System“ werden am  22. und 23. Oktober 2010 unter anderem Gesprächspartner aus Köln, Detmold, Rostock und Weimar am Emmichplatz erwartet. Am 22. Oktober um 19:30 Uhr hebt sich im Richard Jakoby Saal der Vorhang für das große Festkonzert mit der Studentischen Philharmonie Hannover. Alle Solisten und die Dirigentin des Abends sind Alumni der ersten IFF-Generation.

Das IFF ist ein deutschlandweit einzigartiges Modellprojekt. Hier erhalten bereits 13- bis 16-Jährige seit dem Jahr 2000 die Gelegenheit, an der HMTMH in einem eigenen Studiengang unterrichtet zu werden. An vielen deutschen Hochschulen sind seither ähnliche Initiativen entstanden. Köln folgte 2005, Detmold 2007, Rostock 2008, weitere Hochschulen arbeiten an vergleichbaren Projekten. Es ist ein neues Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem (eigenen) Nachwuchs entstanden – eben auch an Hochschulen, deren angestammte Aufgabenbereiche traditonell andere sind.

Zehn Jahre IFF soll ein Anlass zum Austausch der Institute sein. Die Ziele sind sehr ähnlich, wenn nicht identisch, die jeweiligen Entstehungsprozesse, Konstellationen, Ressourcen und Kapazitäten jedoch durchaus unterschiedlich. Wer macht aus welcher Not welche Tugend? Was können die Initiativen voneinander lernen, für welche Perspektive schärft sich das Bewusstsein durch die Untersuchung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden?

Am Freitag, 22. Oktober 2010, wird es im Hörsaal 202 zwischen 15:00 und 18:00 Uhr um „Modelle und Perspektiven“ der Spitzenförderung gehen. Nach einer Begrüßung durch Prof. Dr. Susanne Rode-Breymann, Präsidentin der HMTMH, und Prof. Bernd Goetzke, Direktor des IFF, wird Prof. Heiner Gembris, Institut für Begabungsforschung in der Musik der Universität  Paderborn, den Festvortrag halten. Referate und eine Diskussion schließen sich an. Am Samstag, 23. Oktober 2010 geht es ab 9:30 Uhr an selber Stelle mit den „Problemfeldern“ der Spitzenförderung weiter. Podiumsgespräche ergänzen die Referate, in Interviews werden unter anderem auch Eltern der IFF-Studierenden zu Wort kommen.

Das Jubiläumskonzert „10 Jahre IFF“ mit der Studentischen Philharmonie Hannover beginnt am 22. Oktober um 19:30 Uhr im Richard Jakoby Saal. Die Solisten des Abends, Igor Levit (Klavier), Niklas Liepe (Violine), Benedict Klöckner (Violoncello) und Claudius Müller (Horn), sind Alumni der ersten IFF-Generation. Das gilt auch für die musikalische Leiterin des Abends: „Tatsache ist, ohne das IFF wäre ich jetzt ganz gewiss nicht Dirigentin“, sagt Joana Mallwitz. „Ich freue mich unbeschreiblich darauf, im Jubiläumskonzert wieder einmal mit anderen >IFF-lern< gemeinsam musizieren zu dürfen und hoffe, dass wir mit dem Konzert etwas von der Freude zurückgeben können, die wir durch das IFF erfahren haben.“

Zum Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF)

Das IFF bietet einen Studiengang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover („Früh-Studium Musik“) an und sieht seine vorrangige Aufgabe in der Verbesserung der Ausbildung musikalisch hochbegabter Kinder und Jugendlicher. Vielseitigkeit und Intensität des Unterrichts, individuelle Betreuung sowie die geschickte Nutzung zeitlicher Ressourcen in Abstimmung mit den Schulen sind wesentliche Merkmale der Konzeption.

Die Ausbildung am IFF dauert drei Jahre. Die circa 40 Frühstudierenden sind in der Regel 13 bis 18 Jahre alt. Der Unterricht wird hauptsächlich am Wochenende erteilt und basiert auf den drei Hauptfächern Instrument bzw. Gesang oder Komposition, Musiktheorie/Gehörbildung und Rhythmische Erziehung. Zusatzangebote (Seminare und Sommerkurse) ergänzen das Früh-Studium. Für die Heranführung noch jüngerer Jahrgänge wurde 2004 eine Vorklasse gegründet, das „VIFF“. Hier werden weitere 40 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren betreut. Zahlreiche Preise in nationalen und internationalen Wettbewerben bestätigen das innovative Konzept. Seit 2007 ergänzt das Projekt „VIFF regional“, eine Zusammenarbeit mit vier Musikschulen in Niedersachsen, das Ausbildungskonzept.


Direkte Ansprechpartnerin im IFF
Maren Dörner, Tel. 0511 / 3100 252

Veranstaltungen in der Übersicht

22. Oktober 2010, 15:00 bis 18:00 Uhr
Hörsaal 202, Neues Haus 1 | Eintritt frei
Symposium „Bildung und Begabung – musikalische Spitzenförderung zwischen Autonomie und System“ (Teil 1)

22. Oktober 2010, 19:30 Uhr
Richard Jakoby Saal, Neues Haus 1 | Eintritt: 12€/8€ (erm. 6€)
Jubiläumskonzert„10 Jahre IFF“ – Großes Orchesterkonzert mit Alumni des IFF

Solisten: Igor Levit (Klavier), Niklas Liepe (Violine), Benedict Klöckner (Violoncello), Claudius Müller (Horn)
Studentische Philharmonie Hannover
Musikalische Leitung: Joana Mallwitz

Programm:
Mozart: Die Hochzeit des Figaro/Ouvertüre
Strauss: Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur
Prokofjew: 1. Klavierkonzert op. 10
Beethoven: Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56

23. Oktober 2010, 09:30 bis 14:00 Uhr
Hörsaal 202, Neues Haus 1 | Eintritt frei
Symposium „Bildung und Begabung – musikalische Spitzenförderung zwischen Autonomie und System“ (Teil 2)