Prof. Rebecca Saunders

Derzeit vertreten durch Ming Tsao

Rebecca Saunders (*19.12.1967) wurde in London geboren und wuchs dort auf. Sie studierte Komposition bei Nigel Osborne an der Universität Edinburgh sowie bei Wolfgang Rihm an der Musikhochschule Karlsruhe. Sie erhielt zahlreiche Kompositionspreise, u.a. den Ernst-von-Siemens-Förderpreis für Komposition, den „musica viva“-Kompositionspreis der ARD und BMW AG, den Paul-Hindemith-Preis, den Royal Philharmonic Society Composition Award 2008 in der Kategorie Kammermusik sowie den von der GEMA verliehenen Deutschen Musikautorenpreis 2010 für Instrumentalmusik. 2009 wurde sie zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt, und in der Spielzeit 2009/10 war sie „Capell-Compositeur“ der Staatskapelle Dresden.

Als Dozentin war Rebecca Saunders 2010 und 2012 bei den Darmstädter Ferienkursen, 2011 und 2013 bei der „impuls“-Akademie in Graz sowie 2009 bei den Musiktagen in Ostrava tätig. Seit 2012 ist sie Professorin für Komposition in Hannover. Saunders’ Werke sind international auf zahlreichen CDs erschienen. Gegenwärtig lebt sie in Berlin.

Seit 2003 hat Rebecca Saunders ihr Gattungsspektrum stetig erweitert: Bei chroma (2003–2013) handelt es sich um eine Collage von 6–21 im Raum verteilten Instrumentengruppen und Klangquellen. Seit der Uraufführung 2003 sind 18 neue Fassungen für sehr unterschiedliche Aufführungsorte entstanden. Dabei bestimmten die architektonischen Gegebenheiten jeweils die Anordnung der einzelnen Kammermusik-Gruppen, so dass jedem Solisten und Ensemble die Rolle einen Akteurs in einer Art von rein instrumentalem Drama zukommt. Die Musik zur choreographischen Installation insideout war ihr erstes Bühnenwerk und entstand in Zusammenarbeit mit Sasha Waltz.

Bei jüngeren Kompositionen wie Stirrings Still I und II, murmurs (2009) sowie Stirrings (2011–2012) handelt es sich um leise und fragile Collagewerke, in denen Saunders ihre Beschäftigung mit dieser Technik fortsetzt. Ihre komplexe und großangelegte Raumcollage Stasis für 16 Solisten, kam im Oktober 2011 in Donaueschingen zur Uraufführung und wurde in der Folge in ganz Europa gespielt.

 

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Zuletzt bearbeitet: 24.11.2017

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