Ding Dong! The Witch Is Dead!

Ein Antikenprojekt mit Texten von Aischylos, Sophokles, Euripides, den Brüdern Grimm und Georg Büchner

Der Titel entstammt einem Song des Musicals „The Wizard of Oz“. Für den Studiengang bildet er das Motto zu einem Antikenprojekt des Diplomjahrgangs. Textliche Grundlage des Abends ist die „Orestie“ des Aischylos, ergänzt um Texte von Sophokles und Euripides, sowie Fragmente aus bekannten Märchen. Jeder der drei großen antiken Dichter hat der blutigen Geschichte um den „Fluch der Atriden“ andere Akzente verliehen, doch bei allen finden sich die prototypischen Hauptcharaktere: Klytaimnestra die rasende Gattenmörderin, als deren Inbegriff sie in die Kulturgeschichte eingegangen ist, Elektra, die „Vatertochter“, die ihre Mutter hasst und deren Tod herbeifleht und Orest, der rächende Sohn.

Elektra: So sage ich dir: du gibst zu, den Vater
Hast du ermordet! – Welches Wort
Konnte wohl schamloser noch sein als dieses?

Klytaimnestra: Stets bist du Kind – dir ist`s Natur – dem Vater zugeneigt.
So ist`s. Die einen sind dem Vater zugetan,
Die andern ziehen die Mutter vor.


Elektras Hass auf die Mutter rührt vor allem daher, dass diese sich schon während der langen Abwesenheit des Vaters und Ehemanns Agamemnon einen Liebhaber, Ägist, genommen hatte und gemeinsam mit diesem die Stadt regierte. Als Agamemnon nach zehn Jahren dann doch siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurückkehrte, brachte er als Beute und als Geliebte auch die trojanische Prinzessin Kassandra mit. Doch Klytaimnestras unversöhnlicher Hass auf ihn hat eine tiefere Quelle als die Eifersucht: Sie konnte nie verwinden, dass er - damals zu Kriegsbeginn - die gemeinsame Tochter Iphigenie, wie ein Opfertier schlachten ließ, um von den Göttern günstige Winde für seine Kriegsflotte zu erbitten. Sie tötet ihren Ehemann und dessen Konkubine.

Iphigenie wartet sehnsüchtig auf ihren Bruder Orest, der in der Fremde aufwuchs und der nach dem Gesetz der Blutrache nun den Tod des Vaters rächen muss indem er die Mutter ermordet... Die Parallelen zu Märchenmotiven sind deutlich. Jemand wünscht den Tod der Kinder. Im Märchen werden sie aufgefressen vom bösen Wolf oder, beinahe, von der bösen Hexe. In „The Wizard of Oz“ zielt alles auf deren Vernichtung. Und in den Augen ihrer Kinder ist auch Klytaimnestra das absolut Böse, das zerstört werden muss.

PREMIERE: 20. Februar 2015 um 19:30 Uhr im Studiotheater Expo Plaza
WEITERE VORSTELLUNGEN:
 21., 22., 26., 27., 28. Februar und 1. März 2015 jeweils um 19:30 Uhr

Es spielen: Alexandra Ostapenko | Tomasz Robak | Sandra Bezler | Carsten Faseler und Günter Szynkarek
Regie: Jan Konieczny | Kostüme: Lucile Larour | Film: Felix Kahlo | Musik: Jonas Krischke

Eine Produktion des Studiengangs Schauspiel der HMTMH - 4. Studienjahr. In Kooperation mit dem Studiengang Szenografie-Kostüm der Hochschule Hannover.

 

Kartenvorverkauf

    Veranstaltung in der Übersicht

    Vorstellungen: 20., 21., 22., 26., 27., 28. Februar und 1. März 2015
    Veranstaltungsort: Studiotheater, Expo Plaza 12
    Veranstaltungsbeginn: jeweils um 19:30 Uhr
    Eintritt: 8€ (erm. 6€/4€)

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    Zuletzt bearbeitet: 16.03.2015

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