Meisterstück: Elisabeth Brauß

„Wo Liebe und Talent zusammenkommen, darf man ein Meisterstück erwarten!“ Mit diesen Worten stand der englische Kunstkritiker John Ruskin Pate für die Reihe Meisterstück, in der die HMTMH ausgewählte Soloabende im Rahmen des Konzertexamens Soloklasse präsentiert. Am 28. April 2026 tritt die Pianistin Elisabeth Brauß im Richard Jakoby Saal auf.

Konzertexamen

  • Béla Bartók: 14 Bagatellen op. 6 (Nr. 1-6, 14)
  • Robert Schumann: Arabeske C-Dur op. 18
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviersonate a-Moll KV 310
  • Helmut Lachenmann: 5 Variationen über ein Thema von Franz Schubert
  • Robert Schumann: Carnaval op. 9

Vita

Das Gramophone Magazine feiert die Pianistin Elisabeth Brauß für „die Reife und Raffinesse ihrer durchdachten Interpretationen“, die „jedem Pianisten mit dem doppelten Alter Ehre machen würden“. Geboren 1995 in Hannover, spielt sie seit ihrem vierten Lebensjahr Klavier. Im Jahr 2004 kam sie an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH), zunächst als Frühstudentin am Institut zur Früh-Förderung musikalisch Hochbegabter (IFF). Zu ihren Lehrer*innen zählen Elena Levit, Matti Raekallio, Bernd Goetzke und Igor Levit.

In der Saison 2025/26 gab Elisabeth Brauß eine Reihe bedeutender Debüts, darunter mit dem Minnesota Symphony Orchestra unter der Leitung von Andrew Manze, dem Orchestre Philharmonique de Luxembourg und dem Oulu Symphony Orchestra. Zudem kehrte sie zurück zum Bournemouth Symphony Orchestra, zum BBC Philharmonic sowie zum Göttinger Symphonieorchester. Im Mai wird sie erstmals mit dem Lahti Symphony Orchestra auftreten. Beim Festival Piano aux Jacobins in Toulouse feierte sie ihr Rezitaldebüt, außerdem ist sie erneut im Konzerthaus Berlin, im Muziekcentrum De Bijloke und in der Wigmore Hall zu erleben.

Zu den jüngsten Höhepunkten zählt zudem ihre Debüt-Rezitaltournee in den USA in der Saison 2024/25. Weitere Auftritte führten sie in die Kölner Philharmonie, die Elbphilharmonie, das Beethoven-Haus Bonn, das Megaron Athen und zum Mänttä Music Festival. In der Saison 2022/23 war Elisabeth Brauß Artist-in-Residence des Edesche Concertzaal. Sie arbeitet zudem mit dem Komponisten Max Richter zusammen und trat bei dessen Reflektor Festival in Hamburg auf.

Von 2018 bis 2020 war Elisabeth Brauß BBC New Generation Artist und gab 2021 ihr Debüt mit dem BBC Philharmonic Orchestra bei den BBC Proms. Im Rahmen einer neuen Partnerschaft zwischen diesem Programm und dem Hallé Orchestra wurde ihr der Terence Judd-Hallé Award verliehen.

Auch als Kammermusikerin ist Elisabeth Brauß regelmäßig in ganz Europa zu erleben. Zu ihren häufigen Duo-Partnern zählen der Trompeter Simon Höfele und die Geigerin Noa Wildschut, mit der sie im November 2023 auf Australien-Tournee war.

Elisabeth Brauß veröffentlichte bislang vier CDs. Ihre jüngste Aufnahme – das Doppelkonzert von Grażyna Bacewicz mit dem Finnish Radio Symphony Orchestra unter Nicholas Collon sowie Peter Jablonski – wurde vom BBC Music Magazine mit fünf Sternen ausgezeichnet und zum Konzert des Monats gewählt.

Am 28. April 2026 spielt Elisabeth Brauß im Richard Jakoby Saal ihren Soloabend im Rahmen des Konzertexamens Soloklasse der HMTMH. Bereits am 16. Dezember 2025 war sie hier beim Festkonzert zum 25-jährigen Jubiläum des IFF zu hören. Am 29. Mai wird sie für das Abschlusskonzert des IFF-Jubiläums „Mozart in Es“ noch einmal als Solistin zurückkehren.

Über die Soloklasse

Zur Soloklasse der HMTMH kann zugelassen werden, wer die Diplom- oder Masterprüfung in einem der künstlerischen Studiengänge für Instrumente, Gesang, Dirigieren oder Komposition mit dem Prädikat „sehr gut“ im Hauptfach bestanden hat. Zum Abschluss ihres Studiums stellen die Studierenden in einer dreiteiligen Prüfung unter Beweis, dass sie die Exzellenz und die künstlerische Persönlichkeit erworben haben, um als Solist*innen, Dirigent*innen oder Komponist*innen tätig zu sein. Als einer von drei Teilen ist für das Konzertexamen ein Soloabend vorzubereiten.

Fotos: © Simon Hoefele (Titel), Felix Broede (Vita)

 

Veranstaltung in der Übersicht

Dienstag, 28. April 2026
19:30 Uhr

Richard Jakoby Saal
Eintritt frei

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Zuletzt bearbeitet: 09.04.2026

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