Prof. Markus Schäfer

Professor für Gesang

Tenor

Markus Schäfer ist bemüht, stets seine Vielseitigkeit Oper/Konzert/Lied in ausgewogener Weise zu bewahren und neben dem Klassischen Repertoire ebenfalls regelmäßig zeitgenössische Werke aufzuführen sowie gleichermaßen mit modernen Sinfonieorchestern als auch mit internationalen „Barock“-Ensembles Werke aus den verschiedensten Epochen aufzuführen.

Er möchte sich nicht gerne auf ein einziges Genre oder auch ein einziges Stimmfach festlegen. In seiner Karriere sang und singt er sowohl lyrische Rollen als auch leicht dramatische, italienisches wie auch deutsches Fach, „alte Musik“ wie auch romantisches und modernes Repertoire; seine Wandlungsfähigkeit präsentiert sich in aber auch hin ins französische „Haute Contre“-Fach, um Werke von Rameau zu singen. Er singt Bachkantaten und Evangelisten-Partien mit barocken Ensembles, singt Lieder von Mozart und Schubert mit Hammerflügelbegleitung und ebenfalls Lieder von Reger, Killmayer oder Rihm in Begleitung moderner Konzertflügel.

Er liebt und pflegt den Ensemble-Gesang und übernimmt in verschiedenen Ensembles wie z.B. „Liedertafel“ oder „Schubert hoch 4“ die obere Tenorstimme.

Das Lied sowie das Unterrichten sind mehr und mehr zum Zentrum seines Schaffens geworden. An der HMTMH ist er seit 2008 Gesangsprofessor. Internationale Preisträger der Wettbewerbe „Marcello Viotti“ und „Maria Callas“ sind unter seinen Studierenden seither hervorgegangen. Auch an Theatern sind einige seiner Studierenden in professionellen Engagements zu finden, beispielsweise bei der „Jungen Oper“ der Staatsoper Hannover, im Stadttheater Flensburg, Oldenburg und Detmold u. a.

Markus Schäfer ist Jury-Mitglied des Deutschen Hochschulwettbewerbs Berlin 2014 sowie des VOKAL GENIAL - Internationaler Gesangswettbewerb in Memoriam Marcello Viotti 2015 in München.

Eine Biografie

 

Der Tenor studierte Gesang und Kirchenmusik in Karlsruhe und Düsseldorf (Gesang bei Armand Mc Lane) und war Wettbewerbsgewinner in Berlin (Bundeswettbewerb Gesang) und Mailand (Caruso-Wettbewerb). Er besuchte das Opernstudio in Zürich und gab sein Debüt am dortigen Opernhaus, wo er sein erstes Engagement erhielt.

 

Es folgten die Hamburger Staatsoper und die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo er bis 1993 fest engagiert war. Seitdem führen ihn Gastspiele und Konzertreisen zu vielen renommierten Opernhäusern und Festivals wie Kammermusikfestival Lockenhaus, Beethoven Festival Warschau, Styriarte Graz u. v. a.

 

Dabei tritt er oft in Mozartpartien wie Ferrando, Ottavio oder Tamino auf, die er unter anderem an den Staatsopern in Berlin und München sang. Bevorzugt singt er auch Bachs Evangelisten-Partien, mit denen er bei den Bachfestivals in Ansbach, Leipzig und Luzern auftrat.

 

Unter den vielen Dirigenten, mit denen er seither zusammenarbeitete, sind Namen wie René Jacobs, Sigiswald Kuijken, Franz Brüggen, Paul Mc Creesh, Nicolaus Harnoncourt, Herreweghe, Koopman, Martin Haselböck, Michael Gielen, Stephan Soltesz, Kent Nagano, Fabio Luisi, Herbert Blomstedt u. a. zu nennen.

 

Seine Arbeit wird dabei durch zahlreiche CD-Produktionen und Rundfunkaufnahmen dokumentiert. Herausragende Einspielungen gelangen unter anderem mit „Cosi fan tutte“ unter Sigiswald Kuijken mit dem Orchester „La petite bande“ sowie mit der „Matthäus-Passion“ unter Nicolaus Harnoncourt mit dem „Concentus musicus“, die mit dem Grammy gekürt wurde.

 

Als Liedinterpret feierte er Erfolge in Wien, bei den „Schubertiaden“ Feldkirch und Schwarzenberg sowie in New York, Melbourne und London, wo er zusammen mit dem Pianisten Pierce Lane mit Werken von Schubert und Britten auftrat.

 

CDs (Auszug)


Weltliche Bachkantaten: „Angenehmes Wiederau“ u. a. (BWV 30a u. 207) unter Leitung von Gustav Leonhardt
"Der Streit zwischen Phoebus und Pan“ mit Schäfer in der Rolle des „Midas“ (mit Hans-Jörg Albrecht /Münchner Bachchor)
Mozarts Singspiel: „Zaide“ in einer neuen, ergänzten Fassung mit der Wiener Akademie unter M. Haselböck für CPO
Beethoven: Alle Symphonien unter Jos v. Immerseel mit dem Orchester „anima aeterna“

 

J.S. Bach: Solo- Kantaten für Tenor BWV 55 u.a. (Naxos)
Franz Schubert: Lieder nach Körner, Schlegel, Rückert u.a. (ebenfalls bei Naxos).
Sigfried Karg-Elert: Lieder (NCA)
Max Reger:  Lieder (ebenfalls NCA)
Sämtliche Schubertensembles für die Schubert- Naxos-Edition mit Ulrich Eisenlohr (Klavier); Mendelssohn: „Elias“ /Sony classics

Schubert: „Die schöne Müllerin“ zusammen mit Tobias Koch auf einem historischen Hammerflügel (Avi records)

Sämtliche Lieder von Peter Cornelius mit Matthias Veit, Klavier (Naxos). 

 

 

 

Kontakt

  • Prof. Markus Schäfer

    Professor für Gesang

    Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
    Emmichplatz 1, 30175 Hannover

    Telefon: +49 (0)6033 2116
    markus.schaefer@hmtm-hannover.de

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Zuletzt bearbeitet: 24.11.2017

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